Ich habe keine Angst vor Wespen, ich schlage auch nicht wild um mich herum, wenn Wespen sich auf meine Haut setzen wollen. Mich nervt aber, dass ich ständig Acht geben muss, dass mir während des Essens und Trinken keine Wespe in den Mund gerät.
Vor Jahren hatten wir immer Wespenfallen aufgestellt, um uns von den Plagegeistern zu befreien, aber davon sollte man keinen Gebrauch mehr machen, weil Wespen unter Naturschutz/Artenschutz stehen und für das Töten von Wespen erhebliche Geldstrafen verhängt werden können.
Wespen haben einen sehr guten Geruchsinn, daher sollte man Bier, zuckerhältige Getränke, Obst u.a. immer verschlossen aufbewahren. Sehr gefährlich ist das Trinken aus der Flasche oder Getränkedose, wo - ohne es zu merken - eine Wespe hineinklettert und dadurch in den Mund oder Rachen gelangen kann. Dies ist auch der Grund, warum es früher immer - jetzt kaum mehr (wegen der Souveniersammler) - Bierkrüge mit Deckel gab. Links ein alter mit Zinndeckel, rechts in neuer Form.
Übrigens: am Münchner Oktoberfest wurden vor einigen Jahren die Steingutkrüge wegen der hohen Verluste generell auf Glas umgestellt. Aber in den Shops kann man sie weiterhin kaufen.
Solange uns die Wespen nicht in der Wohnung besuchen, lasse ich sie in Ruhe. In der Wohnung erschlage ich sie mit der Fliegenklatsche. Ich bin allerdings schon mal von einem Schwarm angegriffen worden. Beim Rasenmähen. Circa 20 Stiche in Hals und Gesicht, sodass ich an einem Samstag Nachmittag den Notarzt beschäftigen musste.
Unsere Tochter hat in Canada 1993 ihren 13. Geburtstag gefeiert. (Jetzt gerade den 40.) Direkt danach sind wir zu einigen Personen über einen Biberdamm gekraxelt. Kurz vor dem Bachufer merkten wir, dass sie auf einem Wespenloch stand. Jetzt Anweisung: Auf Kommando losrennen, soweit es geht, egal ob ein Schuh stecken bleibt. Sie hat es geschafft aber war mit unzähigen schmerzenden Stichen übersät. Unsere angeheiratete canadische Cousine, eine Krankenschwester, hat unsere Claudia sofort an allen betroffenen Stellen mit Schilfschlick (Modder) bedeckt. Das kühlte und hat etwas gelindert. Dann in die Cabin (120km von Calgary in der Wildnis). Jetzt mit eiskalten Wasser behandelt. Die Kleine hatte die letzten Urlaubstage dort höllische Schmerzen. Schlimmer noch war aber für sie, dass sie dort auf einem Kriegsjeep Autofahren lernte und nun nicht mehr rumkurven konnte.
Gruß Tannerprinz
Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht. Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht. (Volker Zottmann)