wir hatten zu Ostern pünktlich die Räder am Auto gewechselt und eigentlich dachte ich, jetzt wäre erstmal Ruhe aber leider hat mich der TÜV Mann letzte Woche eines Besseren belehrt. Das Profil sei schon so gut wie runter und so könne er mit keine Plakette geben. Jetzt darf ich mich also nochmal um neue Reifen kümmern...schöner Mist. Dabei sind die Reifen noch gar nicht so alt. Zumindest glaube ich das nicht. Schätze um die 4 bis 5 Jahre. Dachte eigentlich immer dass Autoreifen länger durchhalten.
Habt ihr nen paar Tipps für mich, wie ich das kostengünstig hinbekomme? Was haltet ihr denn von gebrauchten Reifen oder solchen Runderneuerten?
Wer eine Fahrerlaubnis hat, der weiss auch, welches Mindestprofil die Reifen haben müssen und wo die Verschleißanzeigen (Abrieb-Indikatoren bzw. TWI) und das Erzeugungsjahr auf dem Reifen angebracht sind. Ebenso ist einem guten Autofahrer bekannt, dass das Reifenmaterial auch bei eventuell geringer Kilometerleistung nach einigen Jahren "Ermüdungserscheinungen" hat und entsorgt gehört.
Nichts hält ewig. Doch wie können Sie bei Reifen das genaue Alter festellen?
Nichts hält ewig. Doch wie können Sie bei Reifen das genaue Alter festellen?
Nur ein alter Wein ist ein guter Wein. Dieser Wahlspruch lässt sich auf Autoreifen definitiv nicht anwenden. Die Problematik ist bereits angerissen, doch was genau bedeutet es eigentlich, wenn beim Reifen das Alter maximal ausgereizt wurde? Welchen Einfluss hat der Alterungsprozess auf die Fahrzeugteile?
Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Auswirkungen, die bei zunehmendem Alter am Autoreifen Spuren hinterlassen. Im Folgenden sind die wesentlichsten Faktoren aufgeführt, die letztlich auch zu Beeinträchtigungen bei der Fahrsicherheit führen können:
Mit zunehmendem Reifenalter geht auch automatisch der zunehmende Abrieb der Laufflächen einher. Beim Bremsen, Anfahren, Rutschen und einfach nur beim Fahren: Die Gummimischung ist ständiger Reibung durch die Berührung des Asphalts ausgesetzt. Dadurch verschwindet das Profil, das für die Fahreigenschaften und Bremsungen wesentlich ist. Ein abgefahrenes Profil kann also zur Gefahr werden. Das zunehmende Alter von Reifen kann auch durch die dauerhafte Belastung zu feinen Rissen in Pneu und Reifenmantel führen, wodurch stetig Luft entweichen kann. Da die wenigsten Autofahrer den Reifendruck tatsächlich so regelmäßig prüfen, wie eigentlich nötig, kann auch dadurch eine zusätzliche Gefährdung entstehen: Die Fahrstabilität kann leiden und es kann schneller zu einer Reifenpanne kommen. Ganz allgemein haben auch Umwelteinflüsse wie Hitze, Trockenheit, Frost und Feuchtigkeit Auswirkungen auf die Beschaffenheit der Bereifung. Die Gummimischung kann mit der Zeit porös werden, wodurch die Gefahr von Rissen und anderen Schäden am Reifen zunimmt.
Reifenalter feststellen: Die DOT-Nummer Sie wollen bei Ihren Reifen das Alter bestimmen? Die DOT-Nummer ist dann wichtig für Sie. Diese finden Sie eingeprägt auf der Reifenflanke.
DOT steht für Department of Transportion, das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika, das die Kennzeichnung in den 1970er Jahren einführte. Die Reifenhersteller haben mit der Zeit alle diese Nummerierung übernommen.
Zur Identifizierung der DOT-Nummer zwischen den ganzen Angaben auf dem Reifenmantel: Sie wird stets durch die Buchstabenreihe „DOT“ eingeleitet.
Sie besteht aus insgesamt vier Bestandteilen, die unterschiedliche Angaben zum Reifen machen: Einleitung (DOT), Werkskürzel, Reifengröße (ggf. noch interne Herstellercodierung) und Produktionszeitraum. Bild entfernt (keine Rechte) Das bedeutet, für die Bestimmung vom Reifenalter benötigen Sie dem Grunde nach nur die letzte Stelle der DOT-Nummer. Diese besteht bei neueren Reifen, die seit dem Jahr 2000 produziert werden, aus vier Stellen:
Die ersten zwei Ziffern geben Auskunft über die Produktionswoche. Die letzten beiden Ziffern bestimmen das Produktionsjahr. Ein Reifen mit der Kennzeichnung „3014“ zum Beispiel wurde in der 30. Woche des Jahres 2014 hergestellt.
Mit dem Wissen um die Produktionszeit können Sie das aktuelle Alter Ihrer Reifen bestimmen. Aber wie alt darf ein Reifen nun sein? Gibt es hierzu Vorschriften, an denen sich Autofahrer orientieren können?
Wie alt darf ein Autoreifen sein?
Zunächst: Es gibt keine gesetzliche Regelung, die ein maximales Reifenalter festschreibt. Das bedeutet, dass Sie nicht schon allein aufgrund von überalterten Reifen eine Ordnungswidrigkeit begehen. Aber wie bereits zuvor angemerkt, nimmt die Zeit Einfluss auf den Verschleiß der Reifen. Das bedeutet, dass es schneller zu Schäden kommen kann.
Darüber hinaus gibt es in Deutschland Vorschriften zur Mindestprofiltiefe: Es ist gesetzlich festgeschrieben, dass die Reifenprofiltiefe mindestens 1,6 Millimeter betragen muss. Allerdings ist dieser Wert schon sehr niedrig, sodass ADAC, TÜV und Co. schon weit früher zum Reifenwechsel raten würden, um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden.
Aber auch andere Schäden an Reifen können gefährlich werden. Und auch hierfür drohen im Zweifel Sanktionen, weil keine angemessene Bereifung aufgezogen war. TÜV, ADAC und Co. empfehlen in aller Regel ein maximales Reifenalter von sechs Jahre. Allerspätestens nach zehn Jahren sollten Sie den Reifenwechsel in Betracht ziehen.
Erkennen Sie an Ihren Reifen aber schon früher Spuren einer Überalterung oder Verschleiß, muss der Wechsel natürlich bereits früher erfolgen. Werden solche Schäden wegen dem Reifenalter bei der TÜV-Untersuchung festgestellt, droht im schlimmsten Fall die Verwehrung der Prüfplakette, denn: Schäden an den Reifen gelten als erheblicher Mangel.
Gute Freunde sind diejenigen, die sich auch mal melden ohne was zu brauchen!
Bei den Kautschuk/Gummi-Mischungen gibt es leider noch keine Ideallösungen für alle Wetter- und Temperaturbedingungen. Deshalb sind auch die oft gepriesenen Ganzjahresreifen nur ein Kompromiss. Bei unterschiedlichen Temperaturen sind andere Fahreigenschaften sowie anderer Abrieb feststellbar. Außerdem ist der Treibstoffverbrauch bei nicht idealen Reifen sowie falschem Reifendruck höher und der Bremsweg ist ein anderer. Man darf nicht vergessen, dass das schwere Fahrzeug sowie die Gesundheit der Insassen u.a. von den wenigen Quatratzentimetern Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn abhängig ist. Wer sich da nicht auskennt, sollte sich von Fachleuten beraten lassen und deren Vorschläge akzeptieren. Also da am falschen Ort zu sparen, ist einfach dumm.
Also viel länger als 7 oder 8 Jahre würde ich einen Reifen auch nicht fahren. Dass er nach "4 bis 5 Jahren" bereits verschlissen ist, mag etwas ungewöhnlich sein hängt aber sicherlich auch immer mit der eigenen Fahrweise und natürlich den verwendeten Reifen ab. Es gibt einfach Reifenhersteller deren Reifen nicht sehr langlebig sind. Die ominöse DOT-Nummer gibt zwar Auskunft über den Herstellungszeitraum, ist aber durch die unterschiedlichen Qualitätsstandards nur bedingt als Qualitätsmerkmal anzusehen. Ich schätze deswegen gibt es auch keine gesetzlichen Vorgaben, wie alt ein Reifen sein sollte. Es entscheidet allein der Zustand.
Man kann sich aber vorstellen, dass nach einer gewissen Zeit auch die Weichmacher aus der Gummimischung verschwinden und der Reifen entsprechend porös wird (auch im nichtsichtbaren Bereich). Da kann das Profil noch so gut sein! ..
Zu runderneuerten Reifen würde ich eher abraten. Sowas findet eher im LKW/Bus Bereich Verwendung.