Die Silvesterknallerei kostet heuer in Deutschland 137 Millionen Euro für einige Minuten Spaß und mehrere Tage Feinstaub. Erfreulicher Weise ist der Umsatz in den vergangenen Jahren gleichbleibend geblieben, denn viele Leute sehen sich lieber nur mehr die wenigen Großfeuerwerke an, welche mehr Spaß bringen. Manche Kommunen haben schon ein Feuerwerksverbot erlassen, ob es eingehalten wird, ist aber fraglich.
Am 31. Dezember wird unser jüngster Enkel 11 Jahre alt. Traditionell kaufe ich ihm eine kleine Menge Leuchtraketen für ca. 10 Euro, die wir dann bei Einbruch der Nacht in den Himmel schießen.
Ansonsten ist die Silvesternacht für uns eine Nacht wie jede andere. Wenn wir müde sind, gehen wir zu Bett und meist bekommen wir -zumindestens ich- von der Knallerei nichts mit.
Ich kann es jedoch verstehen, wenn sehr viele Menschen auf dem Globus diese alte Tradition pflegen und Millionen von Euro in den Himmel schießen.
Meine Schwiegermutter hat immer gesagt: Jedem Tierchen sein Pläsierchen
In China - großteils in der "Feuerwerksstadt Liuyang" - werden jährlich mehr als 400.000 Tonnen Feuerwerk produziert und der Großteil am chinesischen Neujahrsfest (je nach Neumond im Januar/Februar) in die Luft geschossen. 2020 ist dies am 25. Januar der Fall. Exportiert wird von der oben genannten Menge weniger als die Hälfte. In den vergangenen Jahren wurden wegen der viele Unfälle die staatlichen Sicherheitsauflagen verstärkt, sodass einige der 3000 Fabriken zusperren mussten. Außerdem machen die steigenden Löhne den Erzeugern zu schaffen, daher wurde trotz maschineller Produktion schon einiges nach Vietnam und Bangladesch ausgelagert. Die Produktionsmenge ist seit einiger Zeit wegen verschiedener Probleme (Korruption, Feinstaubbelastung der Importländer, US-Zölle, unbeabsichtigte Großbrände, Abbrennverbote in Städten und Gemeinden - sogar in China u.a.) ziemlich gleich geblieben.
Der bewiesenen Feinstaubbelastung der Luft für einige Tage will man nun mit neuen Schwarzpulvermischungen und elektrischen Auslösern begegnen, indem die Rußpartikel schwerer gestaltet und damit schneller zu Boden fallen werden.
Ich persönlich schätze nur Großfeuerwerke mit Kategorie F3 und F4, welche für zigtausende Zuseher für einige Minuten abgefeuert werden. Private Böller, Kracher und Miniraketen sind entbehrlich, da sollte das investierte Geld lieber an Bedürftige gespendet werden. Leider werden Produkte der für Fachleute vorbehalten Klasse F3 und F4 in Osteuropa (bes. Tschechien) frei verkauft, nach D und A unerlaubt eingeführt, was oft zu schweren Personenschaden führt.
Ich habe noch nie für diese Knallerei einen Cent, damals Pfennig, ausgegeben. Dazu ist mir das Geld zu schade, um 5 Min. bunte Kreise am Himmel zu sehen. Auch als mein Mann noch lebte, haben wir sowas nicht gekauft. Wir haben immer in unsere Klicke schön gefeiert und um 12 Uhr draussen auf der Stasse das Feuerwehr angeguckt. Wir durften nur am Neujahrs-Morgen die Reste von der Knallerei aufsammeln. Mir wäre es lieber, es würde ganz verboten...
uns Patty u. meiner Wenigkeit ging es auch nie ums blöde " schiessen " - haben dafür niemals je ein Pfenning / Cent aus gegeben , ... dafür war uns das Geld scho immerzu schade !! ! Zu mal hatten Wir Tiere - Hunde u. Horses , die wollten das sowieso nicht gerne , vorallem die Pferde jo.
Wünsche allen hier einen guten Rutsch ins 2020 , viel Gesundheit u. Glück !! bye servus : Schlingel !!
Ist ja wunderschön, dieser bunte Lichterregen. Aber für so kurze Zeit so viel Geld! Wie vielen eigenen Landsleuten könnte mit einer solchen Summe enormes Leid gemildert werden.
In vielen flämischen Gemeinden ist es verboten, am Silvesterabend ein Feuerwerk anzuzünden. Die Geldstrafe beträgt 350 € Kontrollierte Feuerwerke werden nur in Großstädten angezündet und das mag auch für mich getan worden sein, all das Geld, das in die Luft geschossen wurde, ganz zu schweigen von den vielen ängstlichen Tieren! Ich wünsche allen einen schönen Silvesterabend und eine gute Gesundheit für 2020 Grüße von Godelieve xxx
Wir haben als Gastgeber Silvester Tischfeuerwerk abgebrannt. An selbst gekaufte Böller und in die Luft geschossene Leuchtraketen kann ich mich nicht erinnern. In der Nachbarschaft gab es immer reichlich davon. Unser Hund sieht sich alles gern an und kann nicht genug davon bekommen. Vor 3 oder 4 Jahren waren die Kinder zu Freunden mit Balkon eingeladen. Hinter der Mauer gab es für ihn kaum etwas zu sehen. Manou (ca. 20 kg) wurde also eine ganze Zeit auf den Arm genommen, damit er alles bestaunen konnte.
@Lud (zu #10) Ich nehme immer die bereits von der Karaffe entfernte und mit etwas gelockertem Korken versehene Sektflasche in die Hände. Die Wärme der Hände macht den Rest, wobei es oft ordentlich knallt. Aber bitte die Flasche schräg halten, damit nichts ins Auge geht.
Kleine Sektkunde: Es muss auch nicht immer Champagner (= geschützte französische Herkunftsbezeichnung) sein, es genügt auch anderer Sekt , Prosecco, Perlwein (Frizzante) oder Schaumwein (Spumante).
Die Winzersekte (oft Crémant) sind handgemacht, d.h. die schräg gelagerten Weinflaschen und mit Hefe und etwas Tiragelikör (Zuckerlösung) versehenen Flaschen werden in mind. neun Monaten (oft bis zu 36!) „auf der Hefe“ gelagert, gerüttelt und mehrmals (bis zu 24x) manuell gedreht. Dann wird der Flaschenhals in ein Sole-Kältebad getaucht. Durch Öffnen des Kronenkorkes (Degorgieren) „schießt“ der gefrorene Hefepfropfen heraus. Schließlich wird der Flascheninhalt mit dem sog. Dosagelikör ergänzt und mit den typischen Sektkorken sowie Karaffe versehen. Nun erfolgt die sog. zweite Gärung in der Flasche und der Sekt ist gebrauchsfertig.
Im Gegensatz zu der oben beschriebenen manuellen „Traditionellen Flaschengärung“ benützt die Industrie das sog. „Transvasierverfahren“, da wird Grundwein, Hefe und Tiragelikör in speziellen Gärflaschen zur ersten Gärung gebracht wird. Statt Rütteln wird filtriert und anschließend alles in großen Drucktanks neuerlich 'dosiert' und zu einer zweiten Gärung gebracht. Mittels Gegendruckfüllern kommt dann alles maschinell in Flaschen.
Schließlich wird auch die „Charmat-Großraum-Gärmethode“ (oft Tankgärung genannt) in der Sektindustrie verwendet, wo die erste Gärung in offenen und die zweite Gärung in Drucktanks mit Rührwerk stattfindet.
Leider geht bei den beiden industriellen Verfahren oft ein Großteil der selbst entstandenen Kohlesäure verloren und muss dementsprechend vor dem Verschliessen der Flaschen ergänzt werden.
Für den Verbraucher wichtig: Die Sektsorten werden entsprechend den oben genannten zwei Verfahren mit den Bezeichnungen „Traditionelle Flaschengärung“ oder „Flaschengärung“ versehen. Ist kein Herstellungsverfahren auf der Etikette angegeben, dann handelt es sich um den preiswert erzeugten Sekt mittels Tankgärung. Perlwein ist nur mit Kohlensäure versetzter Wein und gehört nicht zu den Sekten.
P.S.: Das sog. Sabrieren (Flaschenhalsköpfung mittels Säbel) sollte geübten Fachleuten vorbehalten bleiben, denn sonst gibt es schwer Verletzungen von Händen und Gesicht.