diese Begrüßung liebe ich, wenn ich zum Fenster rausschaue, wird mir fast bange, es schneit straff und ununterbrochen, vom "Geschobenen" nichts mehr zu sehen
Kalt ist's noch mal geworden, von heute auf morgen. Als wir heute aufgewacht, hatte es gefroren in der Nacht. Unsere gefiederten Freunde sind in Not, auch sie brauchen ihr "tägliches Brot". Futterhäuschen sind sehr beliebt, alle wissen, dass man hier was kriegt. Am hellen Morgen klopft es schon, mit dem uns wohl bekannten Ton. Der Specht will uns erinnern daran, dass er nichts mehr finden kann. Die andern fallen ein "tschip, tschip", das soll wohl heißen, "gib, gib". Die Meisen auf den Bäumen warten, bevor sie zum Futterhäuschen starten. Die Amseln streiten um den besten Platz Und liefern sich eine wilde Hatz. Ein Bergfinkenschwarm ist ein eingeflogen, sie sind wegen der Kälte hierher gezogen. Auch viele Stare sind überall zu sehn, ihre Federn glänzen in der Sonne so schön. Herrlich ist ihr Gesang, fast menschlich der Laute Klang. Zwei Jahre beobachten wir unseren "Hinkel", wo er wohl überwintert, in welchem Winkel? Ein Beinchen wurde ihm abgerissen, Warum? Das können wir nicht wissen! Jeden Sommer schloss er sich uns an, kam ganz nahe an uns heran. Zum Hausspatz haben wir ihn ernannt, vertraut war er uns, so richtig bekannt. Eigentlich hatten wir das Futter schon weg geräumt, haben doch längst schon vom Frühling geträumt. Aber "Freunde" in Not, gebt ihnen "Brot"!