Grundsätzlich muss man beim Schloss knacken zwischen hobbymäßigen und krimineller Öffnung unterscheiden. Während erstere in Vereinen (mit Meisterschaften) gepflegt wird, wollen im zweiten Fall böse Menschen an das Eigentum anderer herankommen.
Grundsätzlich kann man eigentlich alle verfügbaren Schlosssysteme irgendwie überlisten, es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange man dazu braucht. Kriminelle wollen es sehr schnell bewerkstelligen, denn die Zeit vor der Türe ist die gefährlichste, um entdeckt zu werden. Dies ist auch der Grund, warum bei schwierigen Schlössern die Diebe schnell aufgeben. Verantwortungsbewusste Leute kaufen daher nur Schlösser mit "verzögerten illegalen Öffnungszeiten". Die Industrie hat dafür eigene Güteklassen entwickelt und Fachgeschäfte geben dazu gerne nähere Auskünfte.
Für die "Hobby-Öffner" gibt es Kurse, Vereine und auch Werkzeuge käuflich via Internet.
Hier handelt es sich um ein einfaches Stiftschloss, welches sich mit verschiedenen Methoden und Werkzeugen von geübten Kräften relativ schnell öffnen lässt. Bei Zylinderschlössern wird es schon komplizierter, aber es gibt noch viele weitere Arten, welche magnetisch, elektrisch oder elektromechanisch funktionieren.
Deine Ausführungen sind wieder sehr aufschlussreich. Vor einigen Wochen wurden in einer Fernsehsendung Fahrradschlösser begutachtet. Auch hier mit dem Ergebnis, dass gute Absicherung eine Preisfrage ist und Diebe schnelle Zugriffsmöglichkeiten bevorzugen.
Diese und andere Dokumentationen empfinde ich immer als lehrreich – leider sowohl für legale als auch illegale Anwender.
ja, ich fands auch lehrreich, jetzt brauch ich nur noch ne Anleitung wie ich die Wegfahrsperre bei nem maybach überwinde und schon hab ich ein bequemes Auto und irgend ein Geldsack ist gezwungen die Wirtschaft ,durch Neukauf anzukurbeln.
täglich geht die Sonne auf und nieder täglich weicht die Nacht dem Licht alles sieht man immer wieder nur verpumptes meistens nicht.
Zu meinen unter #2 gemachten Ausführungen noch ein paar Ergänzungen:
Die im Video gezeigten Werkzeuge werden auch von den Schlüsseldiensten verwendet und mancher Wohnungsbenützer hat damit schon selbst ein irrtümlich zugemachtes eigenes Schloss ohne Schlüssel wieder geöffnet.
Hier aber eine Warnung zu manchen unseriösen Schlüsseldiensten: Leider kommt es manchmal vor, dass man den Wohnungsschlüssel verlegt, die Tür einfach zufallen lässt oder den Schlüssel verloren hat. In der Verzweiflung nehmen die Leute dann ihr mitgeführtes internetfähiges Smartphone und suchen unter "Schlüsseldienst" entsprechende Hilfe. Es ist wenig bekannt, dass man sich als Anbieter gegen Gebühr bei Goggle & Co sich in den Suchmaschinen günstig platzieren kann, damit man gleich an der ersten Aufrufseite ziemlich weit am Anfang steht. Und dort treiben sich einige unseriöse Zeitgenossen herum, was man immer an den fehlenden Adressen und nur Handynummern erkennen kann.
Hier handelt es sich vielfach um ein europaweites Netzwerk von Abzockern, welche bei Anruf einen günstigen Preis versprechen und auch tatsächlich Leute schnell zur Stelle sind. Diese Typen bedienen sich natürlich auch der im Video gezeigten Werkzeuge, aber oft kommt es auch vor, dass sie mittels mitgebrachtem Akkubohrer später doch das vorhandene Schloss zerstören und durch ein neues ersetzen (obwohl dies meist gar nicht nötig ist!).
Dann kommt die große Überraschung: der geforderte Preis beträgt ein Vielfaches der ursprünglich genannten Summe und die Leute werden genötigt, diesen sofort zu bezahlen. Ggfs. geht man mit den eingeschüchterten Personen sogar zum ATM-Geldausgabeautomaten (hier: Bankomat genannt) und bleiben solange anwesend, bis sie das Geld bekommen haben. Die Rechnung ist meist sehr zweifelhaft und ohne Firmenadresse ausgefüllt.
Auch 24-Stunden-Notdienste für Installationen (Elektro, Gas und Wasser) und TV-Sofortdienste werden im Internet angeboten, wobei es sich da oft auch um Abzocker handelt. Da ist es doch besser, bis zum nächsten Arbeitstag abzuwarten und den schon bekannten Fachmann in nächster Nähe zu kontaktieren.
Gerhard, befor ich einen schlüsseldienst rufe , säg ich eher ein loch in die tür . früher hatten wir in einem mehrfamilienhaus gewohnt und uns ständig selbst ausgeschlossen . irgendwie ging die tür zu leicht ,oder es war zu zugig , keine Ahnung . schlüssel hat von innen gesteckt , telefon in der Wohnung Handy hatte noch keine sau und alle Nachbarn hatten arbeit und waren daher nicht da , der Autoschlüssel lag in der küche neben der geldbörse. Da wirds dann irgendwann ungemütlich vor der Haustür. das mit der plastikkarte wie man es im fernsehen sieht hat nicht geklappt . meine kellertür hab ich leicht aufgekriegt also bin ich wenigstens ans werkzeug gekommen bohrmaschine bohrer , alles da .. ne steckdose wär jetzt nicht schlecht . die nächste wäre dann gleich hinter der haustür . Toll so ne tür einrennen sah im fernseher auch eleganter aus und irgendwie einmal mit der schulter gegen und fertig . ich hatte da aber das schmerzende gefühl das ich eher die Wand einrenne bevor die tür aus dem schloss springt. dann kommt der moment wo man dann langsam mal auf die toilette muss und es wird nicht nur der psychische Druck immer größer. in solchen Momenten wurde vermutlich der Akkubohrer und die benzinbetriebene Motorsäge erfunden . irgendwann hab ich mir dann ein blech zurechtgebogen und ich hab es irgendwie geschafft den riegel zurückzudrücken ausser blutenden fingern und einer schmerzenden Schulter hielt sich der schaden in Grenzen . ich kann es aber gut nachvollziehen das manche leute bereit sind wucherpreise für eine türöffnung zu zahlen . wir jedoch haben seitdem immer einen zweitschlüssel gut versteckt das haus das wir jetzt bewohnen da stand ein sandeimer auf dem hof und jeder dachte der ist für zigarettenkippen , bis mein schwiegersohn mal sand brauchte und den ausgekippt hat , da kam dann ein in wachspapier und niveacreme eingepackter Hausschlüssel zum vorschein , aha ,da hat sich wohl auch schon mal jemand ausgesperrt !
täglich geht die Sonne auf und nieder täglich weicht die Nacht dem Licht alles sieht man immer wieder nur verpumptes meistens nicht.
Sei sicher: Es ist keine Schadenfreude, die mich beim Lesen deiner Geschichte lachen lässt.
Diese Experimente habe ich nicht gewagt, wenn ich (mal wieder) nicht in die Hütte konnte. Auch auf der sonnigen Terrasse mit Sitzgelegenheit können sich die Stunden hinziehen, bis jemand mit Schlüsseln auftaucht. Glück im Unglück, dass ich einmal in der Zeit wenigstens nicht verhungern musste, weil ich beim Umsteigen ein halbes Hähnchen gekauft hatte. Das Toilettenproblem habe ich unten vor der Kellertreppe gelöst, und danach leisteten Wasserfass und Gießkanne wertvolle Dienste. Unangenehmer war mir ein anderes Mal der lang erwartete Zahnarzttermin, den ich unbedingt wahrnehmen wollte. Weil Handtaschen immer eine wahre Fundgrube sind, war dort sogar ein Kaugummi. Nicht dolle – aber wenigstens roch mein Mund jetzt nach Pfefferminze.
Eine Nachbarin hatte sich mal beim Weg zur Mülltonne ausgesperrt. Da war morgens um 7 die Welt nicht mehr in Ordnung, weil sie nur ein Nachthemd anhatte. Sie wollte von uns aus einen der vermaledeiten Helfer anrufen. Ich hatte aber den glorreichen Einfall, erst unsere Schlüssel auszuprobieren. Gesagt, getan! Und siehe da: Die Kellertür ließ sich mit unserem Schlüssel öffnen. Später wurde beim Nachbarn das Schloss ausgewechselt, weil evtl. noch andere Schlüssel der gleichzeitig gebauten Häuser passen konnten.
So sinnvoll es auch scheinen mag, einen Schlüssel zu verstecken oder beim Nachbarn zu deponieren, ist jede Entscheidung risikobehaftet. Vielleicht sollten wir den Schlüssel wie eines der sogen. Schlüsselkinder mit Band oder Kette umhängen.
Lediglich eine klitzekleine Anmerkung zum Thema "Schloß": Ein Kfz-Kraftschlüssel, umgangsprachlich auch Polenschlüssel genannt, ist eine Bezeichnung für eine Art "Generalschlüssel", der von Autodieben benutzt wird, zum Aufbrechen von Schlössern, meist von Kraftfahrzeugen. Sein eigentlicher Verwendungszweck ist das Öffnen von Schlössern, deren Schlüssel verloren ging, er wird jedoch auch von Straftätern verwendet. Der Vorgang hinterlässt für gewöhnlich keine offensichtlichen äußeren Spuren an dem betreffenden Schloss; gemeinhin bleibt es auch funktionsfähig, obwohl ein leicht erhöhter Widerstand beim Betätigen des Schlosses zu spüren ist. Erst eine Zerlegung des Schließzylinders mit genauer Überprüfung der feinmechanischen Einzelteile unter einer Lupe kann Hinweise auf den Einsatz eines solchen Werkzeuges liefern. Weitere "Feinheiten" erspare ich mir. Gruß hotte
Liebe @Promise, da wurden von der Hausverwaltung bzw. Baufirma im Rahmen eines generellen Schließsystemes falsche Schlösser zu den individuellen Kellerabteilen eingebaut, welche nur für das Hauptor (und andere Gemeinschaftseinrichtungen) verwendet werden sollten. Oder waren dies sog. Generalschlüssel, welche alle ursprünglich im Haus eingebauten Schlösser öffnen können? Auch so etwas gibt es für Notfälle.
Generell wird es künftig schlüssellose Schlösser geben, welche nur mittels Smartcard, individuell vorab programmierter Finger- oder Iriserkennung u.a.m. zu öffnen sind.
Lieber Freund @hotte: die sog. Polenschlüssel gibt es nicht nur für die PKWs im Internet zu kaufen, auch für alle Stiftschlösser gibt es diese Schlagschlüssel schon lange Zeit. Moderne PKW-Typen verfügen oft gar nicht mehr über sichtbare Türschlösser, diese müssten erst von Dieben mühsam freigelegt werden. Und dann wäre noch das Problem mit dem Starten, wo sogar schon das sog. Kurzschließen von elektrischen Leitungen werksmäßig unterbunden wird.
Deinen Überlegungen stimme ich zu. Die für die Kellertüren verwendeten Schlösser waren recht einfach und bei den Anfang der 60er Jahre gleichzeitig gebauten 8 Reihenhäusern vermutlich nicht nur 2 x identisch. Vorn waren BKS-Schlösser - also nicht oben hui und unten pfui, sondern vorne hui und hinten pfui.
Die Technik wird auch bei Schlössern/Schließanlagen weiter fortschreiten. Dadurch mag sich manches Sicherheitsempfinden erhöhen. Fortschritt bringt aber nicht nur Vorteile. Bereits jetzt habe ich mitunter daran gedacht, was passieren könnte, wenn ich alles gut absperre und drinnen Hilfe benötige. Möglicherweise ist es später ein Haus der offenen Tür oder eine andere Stelle wird stark reparaturbedürftig sein.
Bester Gerhard, stimme Deinen Ausführungen voll und ganz zu. Wollte hier auch nicht näher auf die Methoden Picking, Knackrohr, Ausziehen bzw. Ziehfix, Ziehglocke und und und eingehen. Bezgl. Kfz ohne Schließöffnung hat man sich seitens der "bösen Buben" mittlerweile auf Schablonen-Anbohrungen spezialisiert, womit das zentrale Schließsystem erreicht und beeinflusst werden kann. Für Haustüren bzw. Bürozutrittstüren wird bereits seit Jahren das sogenannte Transpondersystem favorisiert. Ich denke, wir könnten manche Seite hier füllen zu diesem Thema. War viele Jahre u.a. mit "Schloß knacken" beschäftigt. Herzlichen Gruß hotte