Ich habe jede Nacht, ca. 4,00 Uhr, mörderiche Krämpfe in den Waden und in den Füßen. Ich habe ca.14 Stends, wurde 2x operiert, weil ich wohl von Hause aus, zu enge, zu kleine Arterien habe, Durchblutungstörungen, bin dadurch etwas gehbehindert. Im Moment streiten sich, der Gefäßchirurg und der Orthopäde, woran das liegt. Gefäßchirurg sagt, ich habe einen Bandscheibenvorfall, die Krämpfe kommen daher. Orthopäde sagt, mein Rücken ist in Ordnung. Nun stehe ich da, mit meinen nächlichen Krämpfen, möchte nicht mehr leben
Ich nehm nur 2 Tabletten am Tag, die Blutverdünner ASS100 und Arcoxia, die heißen jetzt anders, aber der Wirkstoff ist derselbe.
am Fußende meines Bettes liegt eine fest zusammengerollte Decke .. sie kann nicht nach hinten verrutschen, dadurch können sich im Falle eines Krampfes die Füße nicht strecken
@resy@Lud ein einfaches Mittel hilft sofort! Gurkenwasser trinken,es wirkt Wunder hilft sofort( bei mir sind es die Gurkenhappen von Aldi) Spass bei Seite,es hilft tatsächlich(einfach mal ausprobieren)
Ein großes DANKESCHÖN für die interessanten Hinweise! Ich habe mir erlaubt, aus den veröffentlichten Links einiges zusammenzufassen sowie weiter unten eigene Anmerkungen/Erfahrungen zu ergänzen.
Krämpfen richtig vorbeugen
Mit regelmäßigen Dehnübungen für Wade und Fuß können Betroffene den Wadenkrämpfen auch vorbeugen. „Dreimal täglich ein paar kurze Dehnungen wirken schon“, erklärt Christian Maihöfner. Dazu gehören etwa wiederholtes Wippen von den Zehen zur Ferse oder kreisende Bewegungen der Füße nach innen und außen. Gut ist auch, die gesamte Beinrückseite zu strecken.
Bei einem Krampf dehnen die meisten Menschen instinktiv die betroffenen Muskeln. «In der Regel hilft das auch tatsächlich», sagt Physiotherapeut André Wolter. Dehnen helfe auch prophylaktisch, zum Beispiel bei nächtlichen Krämpfen. Jede Seite dreimal für zehn Sekunden zu dehnen, habe in einer Studie bereits Wirkung gezeigt. Wolter verweist auf eine Studie mit Patienten, die unter nächtlichen Krämpfen litten. Als die Teilnehmer im Rahmen der Studie begannen, ihre Waden- und Oberschenkelmuskulatur vorbeugend zu dehnen, ging die Anzahl der Krämpfe zurück. Dabei genügte es, die Waden- und Oberschenkelmuskulatur vor dem Schlafen jeweils dreimal für zehn Sekunden zu dehnen.
Ins Reich der Mythen verweist André Wolter dagegen die weit verbreitete Annahme, dass Magnesium Krämpfen vorbeugen könne. Zwar könne ein Magnesiummangel die Muskelspannung negativ beeinflussen und die Einnahme in diesen Fällen eine Entspannung bewirken. Eine Beeinflussung von Krämpfen ist jedoch nicht nachgewiesen. Denn hier liegt die Ursache nicht im Muskel selbst, sondern in der Alpha-Motoneuronen-Aktivität. Bei einem Krampf senden Nervenzellen unkontrolliert Signale zur Kontraktion an den Muskel weiter, so dass dieser schließlich verkrampft. „Bisher konnte keine Studie einen positiven Effekt von Magnesium nachweisen“, sagt der erfahrene Physiotherapeut. Dennoch halte sich der Tipp hartnäckig.
Völlig unbedenklich, aber dennoch wirksam ist hingegen ein anderes „Getränk“, das Wolter seinen Patienten bereits seit einigen Jahren empfiehlt: Gurkenwasser. Die essighaltige Flüssigkeit, in der Gewürzgurken eingelegt sind, verkürzt einer amerikanischen Studie zufolge die Krampfdauer bei Betroffenen um fast die Hälfte. Die Studienautoren empfehlen, bei akuten, durch Sport ausgelösten Krämpfen einen Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht einzunehmen. Dadurch löse sich der Krampf im Mittel nach 85 Sekunden. Die Dosierung spielt dabei aber womöglich eine untergeordnete Rolle. „Die Zeit ist viel zu kurz, als dass das Gurkenwasser den Magen passieren und vom Körper aufgenommen werden könnte“, sagt Wolter. Womöglich sei es einfach der saure Geschmack im Rachen, der Aktivität der impulsgebenden Nervenzellen drossele und somit krampflösend wirke.
Von Dehnübungen halte ich seit langer Behandlung durch eine Osteopathin sehr viel. Sie wirken und lassen sich bei ganz vielen Krankheitsbildern durchführen(evtl. etwas abgewandelt).
Auf erfolgreiches Faszientraining wird auch hingewiesen. Das Training ist nicht einfach so durchzuführen. Ganz wichtig ist die richtige Rolle. Ziemlich einleuchtend hat mal ein Therapeut erklärt, das nicht nur hin- und her gerollt werden sollte. Beim Lymphfluss müsste die Ableitung (also die Richtung) beachtet werden. Magnesium habe ich auch schon oft eingenommen. Nennenswerte, positive Effekte sind ausgeblieben, aber 'Durchfallneigung' hat sich eingestellt.
Von Gurkenwasser wird lt. Studien die Dauer der Krämpfe verkürzt. Man soll bei akuten Krämpfen schnell einen großen Schluck davon trinken. Dabei frage ich mich, wie das gehen soll. Meist komme ich kaum aus dem Bett und schnell überhaupt nicht.
das ist ja interessant, ich nehme auch Magnesium gegen diese blöden Krämpfe, die sich immer gegen 4.00 Uhr morgens einstellen. Mir hilft es zwar, aber dieses Gurkenwasser ist ja noch besser, vor allem kann man da nicht überdosieren, was auch bei Magnesium nicht gut ist.
Und die Dehnübungen finde ich auch gut, hat mir auch beim Fersensporn geholfen.
Vielen Dank auf die Hinweise, vor allem auf das Gurkenwasser. Recht selten stellen sich bei mir auch Wadenkrämpfe ein und ich war bisher immer der Meinung, Magnesium würde helfen.
was ein Zufall ... heute im Kölner Stadt Anzeiger zu lesen
Gurkenwasser statt Magnesium Magnesium lässt sich nicht über die Haut aufnehmen (z.B. als Spray oder Fußbad) ... … dafür aber gut in der klassischen Anwendungsform über Mund und Verdauungstrakt. VON JÖRG ZITTLAU
J ährlich 250 Millionen Euro geben die Bundesbürger für Magnesiumpräparate aus. Mit der Hoffnung, dadurch therapeutisch und präventiv für Krämpfe, Osteoporose, Diabetes, Bluthochdruck, Schnupfen, Depressionen und viele andere Erkrankungen gerüstet zu sein. Ein Blick auf die aktuelle Studienlage zeigt freilich: Das Mineral vermag vieles, doch beileibe nicht alles, was man ihm und seinen Produkten zuschreibt.
Es schmeckt salzig, wenn man den Mund damit spült; prickelt, wenn man die Füße darin badet; und bleibt lange schmierig, wenn man die Haut damit besprüht. Aber das alles sollen nur Nebeneffekte sein. Denn „Transdermales Magnesiumöl“ ist derzeit der große Trend auf dem bunten Markt der alternativen Heilverfahren. Es soll das Mineral über Haut und Schleimhaut viel schneller und effektiver in den Körper einschleusen als die üblichen Präparate zum Einnehmen. Weswegen es, wie einige Anbieter schwärmen, geradezu ein „Gesundheits-Turbo“ sei.
Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung in Ismaning kann diesen Versprechungen nur wenig abgewinnen. Sein Hauptargument dagegen ist: „Magnesiumöl ist kein Öl, sondern eine konzentrierte Magnesiumchlorid-Lösung.“ Und in dieser sei das Mineral ionisiert und dadurch gar nicht in der Lage, die Haut zu durchdringen. Was auch, wie der Biochemiker betont, durchaus zu begrüßen sei. Denn sonst hätte das Baden im Toten Meer nicht etwa einen therapeutischen Nutzen, sondern es würde den Patienten – wegen der hohen Magnesiumkonzentrationen – schlichtweg vergiften.
Dass also ein Magnesium-Fußbad größere Mengen des Minerals in den Körper überführt, ist vergleichbar mit der Behauptung, wonach ein Bier-Fußbad betrunken macht. Dabei sind solche Märchengeschichten eigentlich überflüssig. Denn Magnesium hat inzwischen viele wissenschaftliche Belege für seine gesundheitlichen Wirkungen sammeln können, ohne dabei seine klassische Anwendungsform – nämlich einfach über Mund und Verdauungstrakt – ändern zu müssen. Ein chinesisches Forscherteam hat insgesamt 40 Studien gefunden, die einen Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme durch Lebensmittel mit verschiedenen Gesundheitsrisiken untersuchten. Demnach senkt ein täglicher Anstieg der Magnesiumzufuhr um 100 Milligramm das Risiko einer Herzschwäche um 22 Prozent und das einer Diabeteserkrankung um 19 Prozent, und die Sterberate geht insgesamt um zehn Prozent zurück.
„Volksgesundheit verbessert“
Studienleiter Fudi Wang von der Zhejiang University in Hangzhou rät daher, den Verzehr von Vollkorn, Kakao, Nüssen und vor allem grünem Gemüse zu steigern, weil sich in dessen Chlorophyll große Mengen des Minerals befinden. „Dies dürfte durchaus die Volksgesundheit verbessern“, betont der Ernährungsmediziner. Denn auch in Ländern mit nachweisbar reichhaltigem Nahrungsangebot hätten bis zu 15 Prozent der Bevölkerung ein Magnesiumdefizit, was vor allem auf den Verzehr industrieller Lebensmittel zurückginge.
Andreas Götte von der Deutschen Herzstiftung rät, regelmäßig die Kalium- und Magnesiumwerte kontrollieren zu lassen. Denn, so der Kardiologe, „diese Mineralien bilden elektrische Impulse in den Herzzellen und sind für deren Weiterleitung von Zelle zu Zelle von entscheidender Bedeutung“. Sofern ihre unteren Grenzwerte im Blut – bei Kalium 3,6 mmol/l und bei Magnesium 0,7 mmol/l – unterschritten werden, können sich verstärkt Extraschläge im Herzen ausbilden. „Im schlimmsten Fall kann extremer Magnesiummangel sogar das lebensbedrohliche Kammerflimmern begünstigen“, warnt Götte.
Glücklicherweise passiert so etwas in Deutschland nur ausgesprochen selten, beispielsweise als Folge eines Nierenversagens. Wegen seiner engen Verbindung zu den Stoffwechsel- und Elektroprozessen im Körper liegt die Vermutung nahe, dass Magnesium auch bei Hirnerkrankungen wie Demenz und Depressionen mitspielt. Die medizinische Literatur liefert Fallberichte von Patienten, die sich binnen einer Woche von ihrem depressiven Schub erholten, indem man ihnen ein Magnesiumpräparat zu den Mahlzeiten und zur Nacht verabreichte. Bestätigt werden diese Beobachtungen durch eine kleine klinische Studie der University of Vermont, USA. Doch noch ist es zu früh, um eine Magnesiumkur generell zur Depressionstherapie empfehlen zu können. Eine andere Empfehlung ist mittlerweile sogar überholt, nämlich das klassische Einsatzgebiet der Magnesiumpräparate: der Wadenkrampf. Denn der wird wohl nicht durch einen Mangel des Minerals, sondern durch fehlerhafte Rückenmarksreflexe ausgelöst. Dadurch wird der Muskel zum Schutz angespannt, obwohl keine Gefahr für ihn besteht. Gegen diesen Irrtum kann Magnesium nichts ausrichten. Wohl aber, wie jetzt die North Dakota State University ermittelt hat, wenn man ein Glas Essiggurkenwasser trinkt. Und die Muskelentkrampfung erfolgt bereits weniger als eine Minute, nachdem man es getrunken hat. Die US-Forscher vermuten, dass der saure Geschmack des Gurkenwassers schon im Mund einen Reiz auslöst, der die gestörten Reflexe im Körper wieder in Ordnung bringt.
Magnesium scheint also eher bei „großen Volkserkrankungen“ wie Herzschwäche, Bluthochdruck, Diabetes, Osteoporose, Depressionen und Demenz angezeigt zu sein. Unklar ist allerdings, ob man dazu unbedingt Präparate braucht. Die Verbraucherzentralen warnen, dass jedes zweite magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel eine höhere Menge des Minerals enthält als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Tagesdosis von 250 Milligramm. Dadurch könne es zu „Überdosierungen mit sehr unangenehmen Folgen“ kommen.
Doch solche Warnungen erscheinen übertrieben. In der medizinischen Literatur existieren zwar vereinzelte Berichte von Durchfällen, wenn das Mineral weit jenseits der 250 Milligramm dosiert wird. Doch wirklich starke Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall und Muskelschwäche treten nur dann auf, wenn es als Infusion verabreicht wird.
Gesundheit Gurkenwasser statt Magnesium
Präparate mit dem Mineral sind bei den Deutschen beliebt – Doch in einigen Bereichen scheint es wirkungslos zu sein Keine Angst vor Calcium
Der Körper eines erwachsenen Menschen enthält etwa 20 Gramm Magnesium. Es ist an 600 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Dementsprechend breit sind sein Wirkungsspektrum und das Spektrum an Krankheiten und Funktionsstörungen, wenn das Mineral fehlt.
Oft lässt sich ein Mangel schon verhindern, indem man in der Nahrung den Gehalt von tierischen Fetten und von Phosphaten (z.B. in Limonaden und Schmelzkäse) reduziert. Denn sie behindern die Magnesiumresorption. Calcium hingegen (z.B. in Eiern und Milchprodukten) macht dies – auch wenn es oft behauptet wird – nicht. Denn die beiden Mineralien werden auf unterschiedlichen Transportwegen aufgenommen.
Es gibt unterschiedliche Formen von Muskelkrämpfen (vorwiegend bei Senioren in der Nacht). Meist sind da die Unterschenkel, etwas seltener die Oberschenkel und Zehen betroffen. Bei einigen Patienten behebt sich das Problem bereits mit einigen festen, am Boden "stampfenden" Schritten - sofern man schnell aus dem Bett gelangen kann -, andere widerum müssen gleich Magnesium mit Wasser einnehmen, denn die Krämpfe halten länger an. Alle hier empfohlenen Mittel sind es wert auszuprobieren, um individuelle Linderung zu erreichen. Die Ursachen der Krämpfe sind medizinisch - wie auch vieles andere - noch nicht ganz erforscht. Es wird vermutet, dass auch altersbedingte Durchblutungsstörungen der Extremitäten dafür verantwortlich sind.
Magnesium hilft sehr schnell,ich zerkaue 2 Tabletten und in kürzester Zeit sind die Krämpfe weg.Bin am Überlegen,ob ich nicht die Tabletten regelmäßig zur Vorbeugung nehmen sollte.
Vielen Dank fuer die zahlreichen Hinweise! Ich bin davon GsD verschont aber John wird ab und zu nachts davon wach. Also mit Magnesium sind wir nun vorsichtiger, wenn ueberhaupt noch...auch wenn's nach Orangen schmeckt.
"Akzeptiere die Dinge im Leben die du nicht ändern kannst."
@wanderer Über die vorbeugende Einnahme von Magnesium zur Krämpfevermeidung herrschen in der Medizin unterschiedliche Meinungen. Auf alle Fälle sollte die Tagesdosis von maximal 250 mg nicht überschritten werden, denn es gibt sogar Einzeltabletten mit über 300 mg!! Man darf auch nicht vergessen, dass der menschliche Körper selbst auch etwas Magnesium produziert und viele Lebensmittel - wenn auch in geringen Mengen - dieses auch beinhalten.